Dienstag, 5. Mai 2009

Ein unvergesslicher Tag in der Clayallee zu Berlin

Yeewhaa!
Heute betrat ich zum ersten Mal *bewusst* (man weiß ja nicht wo die Eltern einen früher hinverschleppt haben) amerikanisches Terrain *grins* und zwar nirgendswo anders als in unserer wunderschönen *ähm-hust* Hauptstadt Berlin. Ich bin also vom Dorf losgetigert und schwuppdidwupp gings ab in den amerikanischen Sektor um mein Visum zu beantragen.
Das klingt in der Tat leichter als es letztendlich ist. Doch ansich war es echt genial.
Als ich dort also unschuldig wie ich bin vor der Botschaft eintraf, durfte ich mich hinter den Menschenmassen einreihen. Während des langen wartens -und bibberns in der Kälte- das man uns auf das Gelände lässt, wurden wir von mehreren deutschen Polizisten beäugt die dort Streife gingen, bis endlich nach Stunden (so kam es mir jedenfalls vor) ein !echter! schwarzer amerikanischer Polizist aus dem Häuschen trat und sagte "next five" [...] "aaaaand the next five". Es durften also immer nur 5 Leute gleichzeitig in dieses kleine Häuschen rein um gefilzt zu werden.
Der ~ich nenn ihn mal~ Untersuchungsakt, wurde mit noch mehr brimborium betrieben als es schon an Flughäfen der Fall ist. Vor mir in der Reihe stand doch tatsächlich ein kluger Mann der so schlau war, sein Handy mit reinnehmen zu wollen ... (uns wurde beim arrangieren des Termins über so eine Hotline die übrigens 1,86€ die Minute kostet mehrfach erklärt, dass wir keine elektronischen Geräte mitbringen dürften und dass es auch vor Ort keine Möglichkeit gebe diese zu hinterlegen).
Ouuuuh das hat dem Officer gar nicht gefallen. Der Mann wurde augenblicklich des Geländes verwiesen und er dürfe sich erst wieder blicken lassen wenn absolut kein mobile phone vorzufinden sei.
Nachdem dann meine anderen 4 Mitschlängler gefilzt worden waren (bei mir ging es am schnellsten, weil ich am wenigsten an hatte - ne ne ich hatte nur das nötigste dabei, keine Taschen und Jacken) öffnete sich uns eine Tür und wir durften geschlossen die Botschaft betreten.
Im Gebäude mussten wir uns mehrfach ausweisen und auch nachweisen, dass wir tatsächlich einen Termin haben und nachdem wir unsere mitgebrachten Unterlagen eigens neusortieren mussten und dies auch noch von einem Angestellten überprüft wurde ... durften wir uns erst "offiziel" in der Botschaft anmelden ... danach hieß es warten bis man uns aufruft.
Einige durften jedoch an dieser Stelle die Botschaft schon wieder verlassen, da irgendetwas mit ihren Visumsfotos nicht stimmte ... ich selbst hab ein ähnliches Drama gestern selbst miterlebt xD ist schon gar nicht so einfach so ein spezielles Foto machen zu lassen *Schweiß-von-der-Stirn-wisch*. Während des mehrstündigen wartens hab ich natürlich, frech wie ich bin, den Leuten direkt bei der Arbeit zugesehen. Alles Amerikaner natürlich-versteht sich ja von selbst, nichtwahr^^? Ich fand das unheimlich spannend vorallem da die Amerikaner extrem geduldig mit den Visum applicants vorgegangen sind und die waren auch echt superhöflich UND wider aller Vorurteile ganz und gar nicht fett .
Als dann endlich mein Name aufgerufen wurde und ich mich zu dem entsprechendem Schalter begeben habe, wurden zunächst meine Fingerabdrücke genommen und ich wurde noch ein wenig befragt zu welchem Zweck das Visum beantragt wird, also was ich in den USA mache und bei wem und wo ich wohne und und und [...] Und kurze Zeit später hieß es dann, dein Visum wurde GENEHMIGT *juhu*.

Das wird jetzt wohl irgendwie in meinen Reisepass reingedruckt und der wird mir innerhalb der nächsten drei Tage per Post zugeschickt.

So das wars erst mal von meiner halben Weltreise nach Berlin, ein unglaublich spannender Tag neigt sich dem Ende zu und morgen steht ja auch noch das Bio Abi an.
Good night to all of you

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